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23.08.2017 | Kassel

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28.08.2017 | Roes (Eifel)

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Abgeschlossene Projekte (Auswahl)

Qualifizierung in der Flüchtlingsarbeit mit Schwerpunkt Flüchtlinge in den Kommunen

Laufzeit:

1. Januar 2012 bis 31.Dezember 2014

Kooperation:

Flüchtlingsrat Thüringen e. V.

Inhalt:

Ziel des Projektes ist es, Ehrenamtliche und MultiplikatorInnen zu stärken sowie kompetent zu machen für Beratungsanliegen und die Begleitung von Flüchtlingen. Ehrenamtliche sollen so qualifiziert werden, dass sie zudem zur Entlastung und Unterstützung der hauptamtlichen BeraterInnen beitragen können. Darüber hinaus werden lokale AkteurInnen in den Kommunen sensibilisiert und gestärkt, um vor Ort die soziale Lebenssituation von Flüchtlingen zu verbessern.

Aktivitäten:

  1. Regionale Informations- und Qualifizierungsveranstaltungen
  2. Regelmäßige Informationsweitergabe
  3. Seminare bzw. Fortbildungsveranstaltungen
  4. Beratung von Ehrenamtlichen und MultiplikatorInnen (telefonisch, bei Bedarf auch persönlich)
  5. Fachtreffen von RechtsberaterInnen und/oder FlüchtlingssozialberaterInnen in Thüringen

Kostenfreie Angebote:

  1. Bezug der Zeitung „Flüchtlingsrat-Info“ sowie weitere relevante Informationen (3x jährlich per Post oder per Email)
  2. Bezug von thüringenrelevanten Informationen im Asylbereich per Email (etwa 10-15 Emails monatlich)
  3. Bezug von umfassenden flüchtlingsspezifischen Informationen (z.B. zu aktuellen Gerichtsentscheidungen, politischen Debatten, Seminaren, etc.) per Email
  4. Bezug ausschließlich von Einladungen zu flüchtlingsspezifischen Seminaren des DGB Bildungswerkes Thüringen e. V./Flüchtlingsrat Thüringen e. V.
  5. Bezug der Einladungen zu den Vernetzungstreffen von hauptamtlichen RechtsberaterInnen und FlüchtlingssozialberaterInnen in Thüringen

Finanzierung:

Gefördert durch den Europäischen Flüchtlingsfonds (EFF), UNO-Flüchtlingshilfe e. V. und PRO ASYL sowie dem Thüringer Intergrationsfond/Freistaat Thüringen.


Kontakt:

Ellen Könneker
Tel. 0361 2172720
E-Mail an Ellen Könneker

Reflex – MigrantInnen und deutsche ArbeitnehmerInnen als Lernende und gegenseitig Lehrende

Laufzeit:

1. April 2009 bis 31. Mai 2011

Kooperation:

Jüdische Landesgemeinde Thüringen

Inhalt:

Projektschwerpunkt war zum einen die Qualifizierung von MigrantInnen durch Vermittlung von Kenntnissen und Kompetenzen in den Bereichen Arbeitswelt, Arbeitsmarkt sowie Arbeitsrecht und Interessenvertretung von Beschäftigten. Dazu wurden vier einmonatige Qualifizierungskurse für je 12 MigrantInnen u.a. mit ReferentInnen des DGB, der IG-Metall und von ver.di durchgeführt. Ähnliche Inhalte, jedoch in komprimierter Form, wurden nochmals in zwei Abendkursen mit jeweils sechs Terminen vermittelt.

Der zweite Projektschwerpunkt war die Erstellung einer Handreichung Vielfalt und Migration in der Arbeitswelt unter Beteiligung von MigrantInnen, welche sich sowohl an Gewerkschaften als auch an freie ReferentInnen in der (gewerkschaftlichen) Bildungsarbeit richtet.

Finanzierung:

Ein Projekt im Rahmen des XENOS-Programms "Integration und Vielfalt". Gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds.

Qualifizierung Ehrenamtlicher in der Flüchtlingsarbeit mit Schwerpunkt aufsuchende Beratungsangebote

Laufzeit:

1. Juli 2008 bis 30. Juni 2011

Kooperation:

Flüchtlingsrat Thüringen e. V.

Inhalt:

Ziel des Projektes war die verbesserte Koordinierung der Arbeit von Ehrenamtlichen und MultiplikatorInnen im Flüchtlingsbereich durch Fortbildung, Informationsweiterleitung und aufsuchende Beratung. Als Fernziel sollte das Projekt einen Schritt hin zur Verbesserung der Informationsstruktur für Ehrenamtliche und MultiplikatorInnen in der Flüchtlingsarbeit leisten.

Aktivitäten:

  1. Fortbildung für Ehrenamtliche und MultiplikatorInnen
  2. Ausbau des schriftlichen Material- und Informationsservice
  3. Beratung von Ehrenamtlichen und Flüchtlingen

Da bei den Seminaren und Fortbildungen zur Qualifizierung Ehrenamtlicher überwiegend allgemeine und grundlegende Informationen mit dem Schwerpunkt Informationsaus- und –bewertung vermittelt werden können, unterstützte das Projekt diese Ehrenamtlichen und Flüchtlinge

  1. in persönlichen Gesprächen
  2. bei telefonischen Anfragen
  3. mit schriftlichen Informationen
  4. durch aufsuchende Beratung im Einzelfall

Finanzierung:

Gefördert durch den Europäischen Flüchtlingsfonds (EFF), UNO-Flüchtlingshilfe e. V. und PRO ASYL.

Förderkreis Geschichtsort Topf & Söhne

Anfänge

Seit 1996 arbeitete in Erfurt eine Initiative von Einzelpersonen und Institutionen an einer kritischen Reflexion der Geschichte der Firma Topf & Söhne, die durch die Entwicklung und Produktion von Krematorien für die nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager maßgeblichen Anteil an der systematischen Ermordung der europäischen Juden hatte. Veranstaltungen und Tagungen, Theaterarbeit vor Ort und Besichtigungen des Betriebsgeländes wurden als Mittel von Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Das DGB-Bildungswerk Thüringen e. V. war daran von Beginn an beteiligt. Zusammen mit dem Kulturwissenschaftler Eckhard Schwarzenberger entstand im Jahr 1997 eine Broschüre unter dem Titel „Holocaust und Moderne“, die bis 2001 in drei Auflagen erschien. Als sich im Jahr 1999 aus dieser offenen und heterogenen Gruppe von Personen und Institutionen ein Förderkreis bildete, um die Auseinandersetzung mit der Geschichte von Topf & Söhne voranzutreiben und zu verstetigen, war das DGB-Bildungswerk Thüringen der organisatorische Anlaufpunkt.

Logo Erinnerungsort


Die Homepage des Förderkreises Topf & Söhne bis 2009 ist unter zu finden: http://www.topf-holocaust.de


Gegenwart

2007 beschloss der Erfurter Stadtrat, im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Firma Topf & Söhne einen Erinnerungsort zu schaffen und zu betreiben. 2009 ging aus dem Förderkreis Geschichtsort Topf & Söhne der eingetragene Verein Erinnerungsort Topf & Söhne hervor, der seine Aufgabe fortan darin sah, den Erinnerungsort durch die Einwerbung von Spenden, die Gewinnung von Kooperationspartnern und durch eigene Veranstaltungen und Projekte zu unterstützen, zu begleiten, zu vernetzen und dauerhaft abzusichern.

Die aktuelle Website des Erinnerungsorts Topf & Söhne lautet: http://www.topfundsoehne.de

Integration von MigrantInnen in das Thüringer Kfz-Gewerbe

Laufzeit:

01. Juli 2007 bis 30. September 2008

Kooperation:

Handwerkskammer Erfurt - Berufsbildungszentrum, Kfz-Innung Erfurt-Ilmkreis

Inhalt:

20 überwiegend jugendliche arbeitslose MigrantInnen, darunter auch Spätaussiedler, sollten über den Erwerb sog. Qualifizierungsbausteine in den Bereichen Kfz-Pflege und Karosserie sowie Servicekraft betriebliche Verwaltung in Ausbildung und Arbeit gebracht werden. Zum anderen sollten Unternehmen für die Beschäftigung von MigrantInnen aufgeschlossen werden.

Insgesamt wurden 10 TeilnehmerInnen in Arbeits- (7) bzw. Ausbildungsverhältnisse (3) vermittelt. Darüber hinaus verbesserte sich auch die Ausgangslage der übrigen Teilnehmenden. Denn sie verfügten am Projektende nicht nur über ein Qualifizierungsbaustein-Zertifikat und betriebspraktische Erfahrungen. Vielmehr hatten sich auch ihre Deutschkenntnisse und ihr Verständnis der deutschen Gesellschaft und Arbeitswelt deutlich verbessert. Schließlich konnte über die Projektpraxis eine gewisse Öffnung der Praktikumsbetriebe für MitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund erreicht werden.

Finanzierung:

Ein Projekt im Rahmen des XENOS-Programms "Leben und Arbeiten in Vielfalt". Gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und den Europäischen Sozialfonds.

Arbeit und Bildung International

Laufzeit:

1. Juli 2005 bis 31. Dezember 2007

Kooperationspartner:

  • Berufsfortbildungswerk GmbH
  • Diakonisches Werk Schwabach
  • Flüchtlingsrat Thüringen e. V.
  • Handwerkskammer Erfurt Berufsbildungszentrum
  • Internationaler Bund Jugendmigrationsdienst Erfurt
  • Jüdische Landesgemeinde Thüringen

Inhalt:

Arbeit und Bildung International verfolgte folgende Ziele:

Für Asylsuchende und jüdische Zuwanderer ging es um den Erhalt oder die Wiederherstellung der Beschäftigungsfähigkeit durch die Vermittlung von deutschen Sprachkenntnissen, eine Berufsorientierung und berufliche Qualifizierung sowie die Berufsanerkennung und Nachqualifizierung. Darüber hinaus wurde eine psychosoziale Beratung angeboten.

In der "Mehrheitsgesellschaft" sollte ein Abbau von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sowie eine Sensibilisierung für die Situation von Flüchtlingen und Migrantinnen und Migranten erreicht werden. Dieses Ziel wurde durch interkulturelle Beratungs- und Bildungsangebote und eine breite Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit verfolgt.

Eine Dokumentation einiger Ergebnisse und Berichte aus der Projektarbeit bietet der Reiseführer Arbeit und Bildung International

Finanzierung:

Ein Projekt im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative EQUAL des Europäischen Sozialfonds. Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit.

Projekt ON|OFF gegen Rassismus.

Laufzeit

1. April 2016 bis 31. Dezember 2016

Inhalt

Die zu beobachtende Polarisierung der gesellschaftlichen Debatte zum Thema Flucht und Asyl wird in den sozialen Netzwerken besonders deutlich. Zum einen ist die gesellschaftliche Debatte in den digitalen Räumen durch eine stärkere Wahrnehmung rassistischer Ressentiments geprägt, sie bestimmen damit einen Raum, der in der heutigen Gesellschaft eine wichtige Funktion der Informationssuche und Meinungsbildung einnimmt. Zum anderen sind widersprechende Meinungen schwächer vertreten und es fällt Menschen im digitalen Raum – nicht zuletzt aufgrund des aggressiveren und bedrohlicheren Umgangstones – besonders schwer, Ressentiments argumentativ zu widerlegen und rassistischer Meinungsmache entschieden entgegen zu treten. Hier möchte das Projekt ansetzen und in Form von Argumentationstrainings und -hilfen die Gegenrede (Counterspeech) im digitalen Raum erleichtern und unterstützen.

Aktivitäten

  • Trainings und Workshops für die Gegenrede (Counterspeech) bei rassistischer Hetze in Betrieb, Schule, Gesellschaft und sozialen Netzwerken
  • Fortbildungen für PädagogInnen und MultiplikatorInnen zum Thema Flucht und Asyl im digitalen Raum
  • Materialien und aktuelle Informationen zum Thema Flucht und Asyl für soziale Netzwerke

Finanzierung

ON|OFF gegen Rassismus. Wissen verbreitern – Austausch befördern – vernetzt agieren wird von der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und dem Fond Neuer Länder der IG Metall finanziert

Kontakt

Benjamin Heinrichs
DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.
Schillerstr. 44, 99096 Erfurt
Tel.: 0361 21727 - 13
Fax: 0361 21727 - 27
Mail: benjamin.heinrichs@dgb-bwt.de